Biene Maja zu Gast – Legt eine Wildblumenwiese an

Warum eine wilde Wiese?

Viele denken zuerst an die vermeintlichen Nachteile von Bienen im Garten. Schwirren ständig um das Essen herum, nippen am Softdrink, laufen mit ihren Schmuddelbeinchen auf dem Essen herum und wenn man sich an Ihnen stört, stechen sie auch noch. Aber ist das wirklich so?

Ganz klares Nein! Bienen sind für unsere Natur immens wichtig. Ohne ihr fleißiges Herumgeschwirre, hätten wir echte Probleme an ausreichend Obst zu kommen. Denn die Bienen befruchten die Pflanzen und Bäume unentwegt und für uns völlig kostenlos.

Dafür brauchen Sie aber auch Raum zum (Über-) Leben. Eine Wildblumenwiese, aber auch ein Wildblumenbeet versorgt die Wildbienen mit Nahrung und einigen Arten auch mit einer Unterkunft. Damit wäre die Notwendigkeit und Vorteile für die Summsen klar. Aber was hast DU nun davon?

Der klare Vorteil einer Wildblumenwiese ist, dass man sie nahezu völlig sich selbst überlässt. Nur ein- bis maximal zweimal im Jahr wird gemäht. Dazwischen erfreut Euch einfach an einem wunderschönen Blütenmehr um dessen Erhalt sich vor allem die Bienen selber kümmern.

Wie lege ich denn nun eine Wildblumenwiese an?

Wer jetzt eine Anleitung für eine Großbaustelle befürchtet, sei beruhigt. Eine Wildblumenwiese ist einfacher angelegt, als gedacht. Zuerst ist die Fläche auszumessen, damit Du weißt, wieviel Saatgut Du eigentlich brauchst. Hast Du die Quadratmeter errechnet, schaust Du einfach online nach Saatgut.  Bei der Samenwahl gibt es übrigens auch Mischungen für Bereiche, die eher im Schatten, z.B. unter Bäumen liegen. Achte aber möglichst darauf, dass die Sämereien auch zu Deiner Region passen.Sonst können Insekten und auch Vögel später nichts mit der Wiese anfangen. Dann wäre die Mühe umsonst gewesen.

Biene an Lavendel

Quelle: Pixabay-User Pasja1000

Du kannst zum Beispiel mehrjährige Pflanzen (Stauden) mit einjährigen mischen. Für den schnellen sichtbaren Erfolg steckst Du einfach auch Blumenzwiebeln mit  in den Boden.

Jetzt aber zum aussäen. Nimm mit einem Spaten die obere Grasnarbe ab. Sie kann auf den Kompost, oder zur Reparatur an anderer Stelle eingesetzt werden. Der nun freigelegte Boden wird leicht aufgelockert und mit dem Rechen eingeebnet, geglättet und gewässert. Vorteilhaft ist es dann, Sand und sehr feinen Kies aufzubringen—für eine Magerwiese mit gefährdeten Wildblumenarten. Die meisten Wildblumensamen sind übrigens Lichtkeimer. Auf dieser Fläche kann dann möglichst vor oder während einer feuchten Wetterlage kreuzweise und breitwürfig ausgesät werden.
Dann die Saat noch mit einer Rasenwalze oder (glatten) Schuhen in der Erde festtreten und die nächsten vier bis sechs Wochen feucht halten.

Was gibt es zu beachten?

Bei der Samenwahl sollte die Regionalität, aber auch die Bodenqualität berücksichtigt werden. Es empfiehlt sich, die Rasenfläche möglichst lange vor der Umwandlung zur Wildblumenwiese nicht mehr zu düngen.

Eine Wildblumenwiese braucht ein Weilchen um sich gänzlich zu entwickeln. Nach spätestens ein paar Jahren verwöhnt sie Dich aber mit ihrer vollen Schönheit.

Unter Umständen können Wildblumenwiesen sogar gefödert werden. Da es hier aber von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich, erkundige Dich bei Interesse bitte direkt bei Deiner Gemeinde.

Quellen:

Titelbild: https://pixabay.com/de/users/rikkerst-11906/
Biene an Lavendel: https://pixabay.com/de/users/pasja1000-6355831/